Mittwoch, 29. Mai 2013

2

Schrocke, Kathrin - Freak City

9783551310934.tif




Worum geht´s? Lea ist hübsch, temperamentvoll – und von Geburt an gehörlos. Als Mika sie zum ersten Mal sieht, zieht das quirlige Mädchen mit der Lockenmähne ihn sofort in seinen Bann. So sehr, dass er spontan beschließt einen Gebärdensprachkurs zu machen. Familie und Freunde reagieren skeptisch und bald kommen ihm selbst erste Zweifel. Nie hätte er gedacht, dass die Welt der Gehörlosen so anders ist. Und plötzlich ist da wieder Sandra, Mikas Ex, über die er nie ganz hinweggekommen ist... (Verlagstext)

Meine Meinung: Dieser Roman hat mich wirklich gepackt. Die einfache und umgangssprachliche Schreibweise macht das Lesen zum Vergnügen und man will diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen. Mit Witz und Charme entführt diese Geschichte den Leser in die Welt der Gehörlosen. Wir lernen Lea kennen, ein sympathisches junges Mädchen, das von Geburt an gehörlos ist. Für sie ist das völlig normal und sie weiß wie sie damit umgehen kann. Trotzdem hat sie auch einen Weg gefunden sich in der Hörenden Welt zurecht zu finden. Mika dagegen hat kein Problem mit seinem Gehör und sich auch nie mit diesem Thema auseinander gesetzt. Für ihn ist es viel schwieriger die Welt der Gehörlosen zu begreifen. Aber eines haben beide gemeinsam: die Pubertät mit all ihren Facetten. Ob erste Liebe, erster Liebeskummer, Geschwister und Eltern. Bei allen Jugendlichen ob taub oder nicht, gibt es die gleichen Problemchen.
Als Mika das begreift, verliebt er sich allen Vorurteilen zum Trotz in Lea und setzt alles Mögliche daran sie für sich zu gewinnen. Dieser Roman zeigt so schön, das " Anders sein" keine Behinderung für eine Freundschaft, die Liebe oder das Leben ist. Im Gegenteil, die Intoleranz der Unwissenden ist die eigentliche Behinderung.
Zudem finde ich bemerkenswert, dass die Fragen, die ich mir während des Lesens gestellt habe, im Laufe des Romans beantwortet werden.

Fazit & Bewertung:  Absolut empfehlenswert nicht nur für Jugendliche! Erwachsene brauchen auch Denkanstöße um sich mit einem solchen Thema auseinander zu setzen.

5*****

Zitate: " Es gibt eigene Reisebüros für Gehörlose, eigene Diskotheken und Clubs. Wir haben unsere eigenen Witze, unsere eigene Sprache, unsere eigene Kultur. Wir haben auch unsere eigenen Probleme, Ängste und Schwierigkeiten. Wir haben unsere ganz eigene Welt, und die hat mit der Welt der Hörenden verdammt wenig zu tun! " (S.206)

"Ich sah sie an. Der perfekte Moment, die perfekte Frau, die perfekte Entscheidung. Sie war so schön, dass es wehtat." (S.233) 

Mit bestem Dank an
Carlsenfür das Leseexemplar.




Kommentare:

  1. Ich liebe dieses Buch, das Buch hatte mich vor einen Jahr inspiziert meine Facharbeit über die Gebärdensprache zu schreiben. Den ich persönlich könnte mir keine Welt ohne Stimmen, Musik und Co vorstellen. Aber bevor ich vom Thema abkomme, (ich komme immer leicht von Thema ab). Wieder eine schöne Rezension :D

    lg Anii
    http://tausch-rausch-anii.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Anii!!
      Ich liebe es auch. Es bringt einen zum Nachdenken. Es sollten sich echt viel mehr Menschen mit dem Thema auseinander setzen.

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...