Freitag, 6. September 2013

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Melzer, Brigitte - Die Fluchweberin

Die Fluchweberin - Cover
Bildquelle: ueberreuter.at





Verlag: Ueberreuter
Genre: Jugendroman (paranormal)
Erscheinung: März 2012
Seiten: 384 












Worum geht´s? 

Die 17jährige Raine MacDaniels kann Flüche weben, eine praktische Gabe, wäre Magie nicht verboten und würde mit dem Tode bestraft. Darauf bedacht, ihr Geheimnis zu wahren, wird sie an ihrer Schule zur Außenseiterin. Als ihr ihre Erzfeindin Kim einen besonders grausamen Streich spielt, schlägt Raine mit einem Fluch zurück. Doch sie muss feststellen, dass sie nicht die einzige mit magischer Begabung ist. Ein Zauberer scheint es auf sie abgesehen zu haben und plötzlich ist ihr auch noch die Magiepolizei auf den Fersen. Und dann ist da noch Skyler, der neue Mitschüler mit dem charmanten Lächeln, der so gerne ihr Freund sein möchte. Um zu überleben, muss Raine sich entscheiden, wem sie vertrauen kann ihresgleichen oder jemandem, der eigentlich ihr Feind sein müsste. (Verlagstext)

Erster Satz

"Versteck dich!"

Meine Meinung

Vorerst sollte ich wohl anmerken, dass ich beim Kauf dieses Buches echt gehadert habe.
Das Cover ist mir schon früher aufgefallen, weil es einfach sehr schön gestaltet ist. Die Farbe allein erregt schon eine gewisse Aufmerksamkeit und der Titel „Die Fluchweberin“ macht ebenfalls neugierig.
Aber der Klappentext hat mich weniger angesprochen. Vielmehr hat er mich dazu bewogen das Buch nicht sofort zu kaufen. Irgendwie bekam ich dadurch den Eindruck von einer
0815-Geschichte. Nichts Neues, nichts Aufregendes!  
Gekauft habe ich es letztendlich nur weil es reduziert war, mit dem Hintergedanken mal rein zu lesen.
Zu meiner großen Überraschung muss ich allerdings sagen, dass diese Geschichte wirklich gut ist.
Ich hatte ja so ziemlich keine Erwartungen an das Buch und umso begeisterter bin ich nun, dass die Geschichte einen kaum loslässt.
Von der ersten Seite an behält die Story eine stetige Spannung bei und entlädt sich in 2-3 großen Szenen, die actionreich und wirklich fesselnd sind.

Raine ist in ihrem Verhalten oft sehr widersprüchlich, was aber aufgrund ihrer Vergangenheit und der Tatsache ein Teenager zu sein, völlig verständlich ist. Sie ist hin und her gerissen ein normales Leben führen zu wollen, was unter den Umständen kaum möglich ist. Aber gerade ihre unvorsichtigen Momente machen sie sympathisch. Und ich denke  jeder wird im Laufe der Geschichte ihren Wunsch nach Nähe und Zuneigung verstehen können.

Skyler hingegen wirkt ein wenig so, als wäre er einfach in die Geschichte hinein geworfen worden. Plötzlich ist er da, ein wenig zu aufdringlich, ein bisschen zu neugierig und seltsam überfürsorglich. Viel erfährt man von ihm nicht und es werden lediglich ein, zwei Erlebnisse aus seiner Vergangenheit angerissen.

Da Raine sich gegen eine Beziehung mehr oder weniger wehrt, entsteht die Romanze nur schleichend und bleibt auch im Hintergrund. Was mich allerdings nicht stört, da es wesentlich mitreißendere Handlungen zu verfolgen gibt.
Und auch wenn man die großen, romantischen Gefühle vergeblich sucht, so hat der Roman doch seine gewissen emotionalen Momente.

Fazit & Bewertung

Wer über die fehlende Tiefe der Liebesgeschichte hinwegsehen kann, wird mit reichlich Spannung und uralter Magie belohnt.

4****

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