Freitag, 20. September 2013

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Otten, Birgit - Winterlied

Winterlied


Verlag: Fabylon
Genre: Fantasy
Erscheinung: 1992
Seiten: 160















Worum geht´s

»Versuch es noch einmal, Ailys. Bitte.« Seine Stimme klang sanft, und seine Hand streichelte ihre Finger. Ailys atmete tief durch und schloss die Augen. Sie versuchte, sich zu konzentrieren.
Es war wichtig, dass sie sich erinnerte. Sehr wichtig. Sie fragte sich nicht mehr, woher sie das wusste.

Es ist ein Winter, der alles verändert – im Leben des jungen Tänzers Tir, der den Wanderern, umherziehenden Spielleuten, angehört, und im Leben der blinden Ailys, der Tochter des Burgherrn Cyran, bei dem die Gruppe Quartier nehmen muss.
Die Ankunft der Wanderer bewirkt, dass Dinge in Bewegung geraten, die bis an den Ursprung des alten Hasses zwischen Wanderern und Burgleuten reichen.
Ailys und Tir rufen mit ihrer Verbundenheit nicht nur den Zorn ihrer Sippen hervor, sondern müssen sich auch den Geheimnissen und Bedrohungen stellen, die durch sie in der Burg erwachen. (Klappentext)

Erster Satz

Der Wind zerrte an den dicken Planen, fuhr durch die Ritzen und über den Boden.

Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich etwas schwierig aufgrund der vielen Namen. Zu Beginn kann man schwer einordnen wer wer ist und zu wem wer gehört. Allerdings klärt sich das im Laufe der Geschichte recht schnell auf und tut der Handlung an sich keinen Bruch.

Die Figuren sind wunderbar herausgearbeitet. Jede hat ihre eigene Persönlichkeit. Man kann ihnen wirklich gut nachempfinden und ihren Handlungen folgen.

Die Autorin entführt uns in ein winterliches Märchen gestrickt aus Legende, Magie und der Kraft etwas zu verändern. Sie zeigt uns eine Gesellschaft, gespalten durch Angst, Ablehnung und Verrat.
Zwei starke Hauptcharaktere mit dem Mut und dem Willen, die „Wahrheit“ ans Licht zu bringen. Ein heikles Unterfangen, das sie beide näher bringt, aber auch emotionale Entscheidungen fordert.

Dieser Geschichte fehlt es weder an Spannung noch an Gefühl. Untermauert mit der Legende einer vergessenen Magie, darf der Leser sich auf ein fesselndes Lesevergnügen freuen.
Einzig das Ende wirkt ein wenig disharmonisch. Man schwankt zwischen Zuversicht und Wehmut, da der Schluss durchaus Raum für eine Fortsetzung lässt.

Fazit & Bewertung

Erstaunlich welch eine bezaubernde Geschichte auf knapp 160 Seiten entstehen kann.

4****

1 Kommentar:

  1. Klingt sehr interessant :) Bin Leser von dir geworden :)

    Liebe Grüße und ich freue mich wie immer auf einen Gegenbesuch!
    buechernixe.blogspot.de

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