Sonntag, 27. Oktober 2013

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Marriott,Zoe - Frostblüte


Frostblüte 

Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy, Liebe
Erscheinung: Oktober 2013
Seiten: 464
















Worum geht´s

Frost lässt keinen an sich heran – aus gutem Grund: Sie trägt einen Wolfsdämon in sich, der immer dann hervorbricht und sie wahllos töten lässt, wenn sie verletzt oder von Gefühlen überwältigt wird.
Als sie sich notgedrungen einer Schar Krieger anschließt, die das Königreich vor Aufständischen schützen, weckt sie schnell das Interesse von Luca, dem Anführer, und das Misstrauen von Arian, seinem besten Freund. Beide Männer spüren, dass sie etwas verbirgt. Und Frost ahnt bald, dass einer von ihnen das Feuer ihrer Gefühle entfachen wird. Doch zu welchem Preis? (Verlagstext)

Erster Satz

In meinen Träumen sind die Wölfe hinter mir her.

Meine Meinung

„Frost“ oder Saram wie sie eigentlich heißt, ist eine unglaublich bemerkenswerte Protagonistin. Mit ihren jungen 16 Jahren hat sie einen außergewöhnlich starken Charakter entwickelt, der von Wille, Courage und Altruismus geprägt ist.
Am Leben gehalten durch einen Wolfsdämon verliert sie jedoch in Notsituationen die Kontrolle über ihren Körper und ihren Geist. Sie wird zur Gefahr für ihre Mitmenschen.

Auf ihrer mühseligen Flucht vor sich selbst bleibt wenig Raum für Nähe und Geborgenheit. Nicht einmal auf die Liebe und Zuneigung ihrer Mutter kann sie bauen. Als diese stirbt, nimmt sie Frost ein letztes Versprechen ab. Das Mädchen soll die Feuergöttin finden und um deren Hilfe bitten. Somit begibt sich Frost auf eine Reise durch eine atemberaubend fantastische Welt.

Auch wenn diese Welt der Unseren sehr ähnlich ist, fühlt man sich um einige Jahrhunderte zurück versetzt. Die Autorin kreiert weitläufige Hügellandschaften aus Felsgestein und Staub, durchzogen von einem beängstigenden, reißenden Fluss und umgeben von dunklen Wäldern. Zum Teil regiert von einem wahnsinnigen König, gespalten durch den Glauben an verschiedene Gottheiten und verfeindet durch Intoleranz, zeigen sich weitere Parallelen, die uns nur zu bekannt vorkommen.
Aus diesen Begebenheiten hat sich eine „Berggarde“ gegründet, die der Gewalt in Ruan Einhalt gebieten will und für Recht und Ordnung sorgt.
Geplagt von Schuldgefühlen schließt sich Frost widerwillig dieser Truppe an um für das Gute zu kämpfen. Im Laufe der Zeit erlebt sie zum ersten Mal in ihrem Leben was Vertrauen, Freundschaft und Liebe bedeuten. Besonders die Liebe eines Mannes, Luca, beflügelt Frost gegen ihren inneren Dämon anzukämpfen.

Mit viel Feingefühl und Hingabe vermittelt die Autorin dem Leser welche  Macht ein Jeder besitzt über sich selbst zu entscheiden und wie Gefühle und Erlebnisse uns positiv aber im Besonderen auch negativ beeinflussen können. Sie zeigt uns wie hilfreich die Unterstützung von Familie und Freunden ist und dass es wichtig ist, jemanden zu haben, der an einen glaubt.

Einzige Schwachstelle: die „großen Gefühle“ in den Liebesszenen haben mich nicht so erreicht wie ich es mir gewünscht hätte.

Fazit & Bewertungen

Ein starker innerer Kampf um Selbstkontrolle


4****

1 Kommentar:

  1. Huhu,
    schöne Rezi, ich fand das Buch auch klasse. Und du hast recht vom Gefühl her spielt das ganze ein paar hundert Jahre vor unserer Zeit die Autorin hat es auch gut geschafft dies mit ein paar Sätzen zu vermitteln.

    Liebe Grüße ♥

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