Dienstag, 1. Oktober 2013

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Marzi, Christoph - Lycidas


Lycidas (Tb) 

Verlag: Heyne
Genre: Fantasy
Erscheinung: Dezember 2004
Seiten: 860















Worum geht´s

Als die kleine Emily eines Nachts Besuch von einer sprechenden Ratte erhält, weiß sie, dass nichts in ihrem Leben so bleiben wird, wie es einmal war. Nicht, dass sie ein gutes Leben in dem kleinen Waisenhaus in einem Armenviertel Londons führen würde. Doch dass sie auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Herkunft eine phantastische Stadt unter den Straßen Londons entdecken würde und schon bald von den seltsamsten Wesen verfolgt wird – das hätte sich Emily selbst in ihren kühnsten Träumen nicht ausgedacht.

Tauchen Sie ein in diese wundervolle Geschichte, die die viktorianische Atmosphäre eines Charles Dickens mit dem Zauber von Harry Potter verwebt.
Für Leser aller Altersschichten!

Erster Satz

Die Welt ist gierig, und manchmal verschlingt sie kleine Kinder mit Haut und Haaren.

Meine Meinung

Mit über 800 Seiten hat es mich schon ein wenig Überwindung gekostet mit diesem Buch anzufangen. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass sich jede einzelne Seite gelohnt hat.
Das Buch ist innerhalb der Geschichte noch mal in 3 Bücher unterteilt: Lycidas (S. 1-282), Lilith (S. 283-546) und Licht (S. 547-860). Dadurch hat man schon mal eine Möglichkeit das Lesen besser einzuteilen.

Die wunderschöne bildhafte Sprache geht so genau ins Detail, das man sich sofort alles ganz genau vorstellen kann. Der Leser taucht ein in eine sehr lebhafte und kreativ gestaltete Fantasywelt.
Aber nicht nur die uralte Metropole, eine Unterwelt parallel zu London, kann mit längst vergessenen Kreaturen und spektakulären Figuren überzeugen. Auch die tollen individuellen Charaktere haben jede eine ganz eigene Persönlichkeit. Besonders die kleine Emily ist ein ganz sympathisches Mädchen. Es ist ihre Geschichte, die hier emotional, zu Tränen rührend und fesselnd erzählt wird. Dabei lässt der Autor alte Geschichten und Sagen in neuem Glanz erscheinen. Die fiktive Geschichte lädt durch eine beeindruckende Wortwahl, gespickt mit klugen Weisheiten, zum Nachdenken ein.
Neben der mitleid erregenden Vergangenheit Emilys, darf der Leser die kleine Kämpfernatur auf eine atemberaubende, spannende aber auch gefährliche Reise begleiten.
So lernen wir nichts dem Schicksal zu überlassen und was das Band der Freundschaft bedeuten kann.

Fazit & Bewertung

Fantastisch und doch so viel Realität

5*****

Zitat

 „Du kannst die Gegenwart nur richtig sehen, wenn die Vergangenheit nicht länger im Nebel liegt.“ (S. 147)  

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