Montag, 18. November 2013

3

Stern, Yuna - #799


Nr. 799 

Verlag: Impress
Genre: Dystopie
Erscheinung: November 2013
Seiten: 200
















Worum geht´s

Seit sie in jener fremdartigen Anstalt zum ersten Mal die Augen aufgeschlagen hat, weiß sie nicht mehr, wer sie ist, woher sie kommt, was sie dorthin geführt hat. Sie ist zur Nummer geworden, zur Siebenhundertneunundneunzig. Sie sagen ihr, sie sei gestorben, aber sie kann sich an keinen Autounfall erinnern. Sie sagen ihr, sie solle vergessen, aber sie weiß, dass sie einen Weg zurück finden muss. Nur eine Person kommt ihr merkwürdig bekannt vor: die Nummer Achthundert, der Junge mit den graublauen Augen. Irgendwas stimmt mit diesem Ort nicht und irgendwie ist er der Schlüssel zu all ihren Erinnerungen … (Verlagstext)

Erster Satz

Ich blinzelte.

Meine Meinung

Der Klappentext zu „#799“ lässt auf eine spannungsreiche Dystopie schließen. Dementsprechend waren auch meine Erwartungen an diese Geschichte.
Leider war es ganz anders als ich gehofft hatte.

Der Schreibstil der Autorin sagt mir eher weniger zu. Die typische Stimmung einer guten Dystopie wollte sich einfach nicht einstellen und mit der Zeit zog sich die Geschichte für meinen Geschmack viel zu lange hin.
Von der gewünschten Spannung war leider auch nicht viel zu erkennen. Es gab zu viele Ungereimtheiten, die den Leser nur verwirren und sich bis zum Schluss auch nicht aufklären, sodass ich ziemlich enttäuscht aus der Geschichte entlassen wurde.

Zudem fand ich den Schauplatz der Story äußerst befremdlich. Wenn ich es richtig verstehe, ist die Protagonistin, die die Nummer 799 zugewiesen bekommen hat, tot und soll zur Überführerin anderer Seelen ausgebildet werden.
Das erste was mir in den Sinn kam, war, dass sich dieses Mädchen ja nun irgendwie in einer Art Himmel oder so ähnlich befinden muss. Sie scheint eine spezielle Fähigkeit zu besitzen anderen Seelen zu helfen, den Weg ins so genannte „Licht“ zu finden. Dabei steht ihr dieser Weg nicht offen.
Stattdessen findet sich Nr. 799 in einer Anstalt wieder. „Anstalt“ trifft es in dem Sinne ganz gut, denn man bekommt bei weitem nicht das Gefühl, das hier ein „göttlicher Auftrag“ ausgeführt wird.
Ärzte und Psychologen begutachten die Entwicklung der Auszubildenden und alle scheinen irgendwie selbst ein wenig irre zu sein. Sie wollen, dass sich niemand an sein vorheriges Leben erinnern kann, erzählen ihnen aber gleichzeitig wie sie früher hießen, wie sie so gelebt haben und woran sie gestorben sind. Dies ist schon mal ein Aspekt von vielen, die nicht zusammen passen wollen und die ich nicht nachvollziehen kann. Und so zieht es sich durch die gesamte Geschichte.

Ich konnte mich in diese Geschichte leider gar nicht einfühlen und auch mit unter den Sinn dahinter nicht nachvollziehen. Das Ende lässt sehr viele Fragen offen, die mich enttäuscht zurück gelassen haben. Für den Leser fehlen zum Verständnis einige Informationen, die man eventuell durch eine Vorgeschichte hätte einbringen müssen Es lassen sich nur sehr schwer gewisse Zusammenhänge ausmachen.

Fazit & Bewertung

Sehr befremdlich und irgendwie steif

1*

Kommentare:

  1. Hallo liebe Janina,

    da bin ich die letzten Tage nichts ahnend auf Amazon gewesen & durch diese Rezension auf deinen Blog aufmerksam geworden und auch deine FB Seite gleich gelikt.
    Das Buch war seit kurzem auf meiner "Beobachtungsliste" und ich wollte es auch mal unter die Lupe nehmen, aber deine Rezension (die ich im übrigen sehr aussaugekräftig und gut finde) hat mich höchst wahrscheinlich vor einem Fehlkauf bewahrt. Ich weiß, dass man sich stets seine eigene Meinung bilden soll, aber so wie du das beschreibst klingts einfach nach einer bitteren Enttäuschung. Und auch irgendwie als seien einfach zu viele Logikfehler vorhanden. Schade - KLANG vielversprechend.

    Wie dem auch sei: Weiter so. ^.^ Ich stalke deinen Blog noch ein wenig aber bis jetzt gefallen mir deine Rezensionen.

    Es grüßt
    ~ Jack T.R.

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    1. Entschuldigung es war auf Lovelybooks und nicht auf Amazon. ^^

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    2. Hallöchen Jack T.R.

      Danke für dein Feedback!
      Es freut mich, dass dir meine Rezis gefallen.
      Ja! Jeder sollte sich eine eigene Meinung bilden aber ein bisschen Vor-Info kann ja nie schaden. Ich hätte mir auch schon so manches Buch sparen können, wenn ich vorher genauer hingeschaut hätte. ;-)

      Liebe Grüße
      Janina

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